Unser diesjähriges Pfingsfest

„Vöglein breitet die Flügel
flieget über alle Hügel,
schwingt sich auf, hin zu der Sonne
singt ein Lied voll Freud und Wonne.
fliegt ins Nest zur guten Ruh
schließt fest die Äuglein zu.“ 
 
                            

wir wollen die Kinder an ein intensives Erleben des Jahreslaufes der Natur und darüber an die christlichen Feste heranführen. Dazu dienen uns vielfältige Gestaltungselemente wie Rituale, Bilder, Geschichten, Bewegungsreigen und festliches Essen, die ein inneres Erlebnis des jeweiligen Festes erzeugen. Das Mittel der Belehrung benutzen wir nicht.

Das auf-und absteigende Jahr mit Licht und Dunkelheit, Wärme und Kälte, Wachstums- Reifungs- und Absterbeprozessen zu erleben, ist in unseren Breiten eine Quelle unerschöpflicher Erfahrungen und Bereicherungen. Und wenn man sich vergegenwärtigt, wie die Feste in die Jahreszeiten eingebettet sind, entdeckt man, dass das nicht zufällig ist, sondern dass man einen inneren Sinn darin entdecken kann. So liegt Weihnachten zu dem Zeitpunkt, wo das Licht nach der Wintersonnenwende gerade beginnt wieder stärker zu werden, gewissermaßen neu geboren wird. Das Fest Johannes des Täufers am 24. Juni ist direkt nach der Sommersonnenwende, wenn das äußere Licht wieder abnimmt. Auch für die anderen Feste lässt sich ein sinnvoller Bezug zur jeweiligen Jahreszeit herstellen.

Das Pfingstfest findet 50 Tage nach Ostern statt. Das Wort Pfingsten entstammt dem griechischen Wort „pentecostes“ und heißt „der Fünfzigste“, also eben der fünfzigste Tag nach Ostern. Heute verbinden wir mit der Pfingstzeit das Symbol der Taube, ihr wird Weisheit und Friedfertigkeit zugeschrieben.

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Der Jahreszeitentisch ist jetzt weiß gekleidet und darauf stehen zwölf Kerzen für die zwölf Apostel. Nach dem Himmelfahrtsereignis hatten die Jünger Christi das Gefühl der Verlassenheit. Als sie sich am Pfingstsonntag versammelten, fühlten sie wie der Heilige Geist sich auf sie herabsenkte.


Weiße Vögel stellen eine Verbindung zwischen der geistigen und irdischen Welt in allen Mythologien oder Kunstwerken der bildenden Kunst her. Die Taube wird in vielen Kulturen als heiliger Vogel verehrt. Auch in der christlichen Tradition versinnbildlicht die Taube den Heiligen Geist.